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Mittwoch, 17. Juli 2024 - 18:30

»Holocaust und Nakba«. Eine Dialogkonferenz bei Frankfurt im Jahr 1984

Vortrag & Diskussion mit Zarin Aschrafi

17.07.2024, 18:30 Uhr
Goethe-Universität, IG-Farben-Campus im Westend
PEG-Gebäude, Raum PEG 1.G 161

Im Zentrum des Vortrags steht eine 1984 von politisch linksgerichteten Frankfurter Juden organisierte Tagung in der Evangelischen Akademie Arnoldshain, die unter dem Titel "Dialogkonferenz" stattfand und zu der Juden und Araber, Israelis und Palästinenser aus allen Teilen der Welt eingeladen waren. Obwohl das Format an einen israelisch-palästinensischen Austausch anknüpfte, der in den 1970er Jahren begonnen hatte, unterschied sich die Frankfurter Veranstaltung in einem wesentlichen Punkt: Es sollte nun um die Anerkennung der jeweiligen, jüdisch-israelischen und arabisch-palästinensischen Geschichtserfahrungen gehen. Der Vortrag bettet die Arnoldshainer Tagung in die Geschichte der israelisch-palästinensischen Gespräche ein, zeigt die Besonderheit der Arnoldshainer Tagung auf und analysiert schließlich die auf der Tagung artikulierte Vision der linken Frankfurter Juden von einer jüdisch-arabischen und israelisch-palästinensischen Zukunft.

Zarin Aschrafi ist wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leipziger Teilinstitut des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ) und arbeitet dort im Rahmen des Projekts »Kohäsion in der Krise. Empirische und intellektuelle Diagnosen eines prekären gesellschaftlichen Zusammenhalts in Europa seit 1945«. Sie ist ferner assozierte Forscherin am Leibniz-Institut für Jüdische Geschichte und Kultur, Simon Dubnow in Leipzig. Von Oktober 2016 bis September 2022 war sie dort Doktorandin. In ihrer Forschung befasst sie sich mit jüdischer Intellektuellengeschichte in Deutschland nach 1945. Sie hat Geschichte und Literatur an den Universitäten in München, Freiburg i. Br. und Tübingen studiert.

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