Sonntag, 18. Januar 2026 - 17:00
"Soundtrack to a Coup d'Etat"
Remember Patrice Lumumba
Am 17. Januar 1961 wurde der Präsident der neu gegründeten Republik Kongo Patrice Lumumba im Auftrag von CIA-Söldnern ermordet.
Aus diesem Anlass zeigen wir am Sonntag 18. Januar 2025 den Film "Soundtrack to a Coup d'Etat". Regie: Johan Grimonprez 2024 - 157 Min. mit vielen Jazzkünstlern. Der Film besteht ausschließlich aus Archivmaterial
Sonntag, 18. 01. 2025, 17.00 Uhr
Initiativenladen Schön28
Schönstr. 28
Frankfurt-Gutleut
Ein lebendiger Filmessay, der Jazz u. Politik vereint, der zeigt, wie eng Politik und Kultur in der Ära des Kalten Krieges miteinander verknüpft waren. Musik spielt eine zentrale Rolle: Stücke wie "Freedom Day" von Abbey Lincoln und Max Roach oder andere Aufnahmen aus dieser Zeit - von Miles Davis über John Coltrane bis zu Miriam Makeba und Duke Ellington setzen emotionale Kontrapunkte zu den kalten Machtspielen. Nie zuvor veröffentlichte Interviews wurden speziell für den Film beschafft. Dazu gehören auch die Reden von Patrice Lumumba.
1960 gelang es auf einen Schlag 18 ehemaligen Kolonien, die Unabhängigkeit zu erlangen. Darauf bemühte sich die CIA in Zusammenarbeit mit belgischen Stellen und angeheuerten Söldnern, den charismatischen Präsidenten der neu gegründeten Republik Kongo Patrice Lumumba ermorden zu lassen, weil dieser zu einem Vorkämpfer für die gesamtafrikanische Unabhängigkeit geworden war.
1961 stürmten die Sängerin Abbey Lincoln + Schlagzeuger Max Roach den UN-Sicherheitsrat, um gegen die Ermordung des Patrice Lumumba zu demonstrieren. Weitere Demonstranten lösten ein Handgemenge im Saal aus. Gleichzeitig schicken die USA Louis Armstrong als "Botschafter des Jazz" um die Welt, um vom CIA-gestützten Staatsstreich abzulenken. Ernesto Che Guevara sprach in seiner Rede vor der UNO im Dezember 1962 von den »schmerzlichen Ereignissen im Kongo, einzigartig in der Geschichte der modernen Welt; sie zeigen, wie das Recht der Völker mit absoluter Straflosigkeit und mit dem unverschämtesten Zynismus missachtet werden kann«.
Lumumba habe tot aufgehört, Person zu sein und sei zu »ganz Afrika« geworden, meinte Jean-Paul Sartre 1963. Das gilt heute mehr denn je.
[iL*]-Frankfurt
_source_ : message received on 17. Januar 11 Uhr