Dienstag, 14. April 2026 - 19:00
"Antisemitismus und Rassismus im Fussball" Film (Sonny) u. Diskussion ua. mit Peter Fischer
IN ERINNERUNG AN "SONNY" SONNEBERG
(Helmut "Sonny" Sonneberg (1931-2023), leidenschaftlicher Kämpfer gegen Antisemitismus und Rassismus, für Demokratie und Toleranz.)
Antisemitismus gegen Jüdinnen und Juden sind in den nationalen und internationalen Stadien immer wieder Thema: Auf den Rängen und dem Spielfeld, im Profifußball und auch im Amateurbereich. Dies gilt gleichermaßen für den Rassismus gegen schwarze Fußballer, schwarze Fußballerinnen sind oft doppelt betroffen, als Frauen und als People of colour.
Rechte Ultras versuchen zunehmend Kurven zu erobern. Zugleich gibt es Vereine und Fangruppen, die sich diesen Ausschreitungen entgegenstellen. Ultras arbeiten die NS-Geschichte ihrer Vereine auf, sorgen mit Choreografien für Aufmerksamkeit. Sie wenden sich gegen Rassismus, indem sie zum Beispiel an die Anschläge in Hanau erinnern. (St. Pauli und Werder Bremen). "Zusammen erinnern, gemeinsam kämpfen" oder "Say their names").
Viele Vereine, auch die Eintracht Frankfurt, werden inzwischen selbst tätig, gründen CSR Abteilungen (Corporate Social Responsibility im Sinne von gesellschaftlicher Verantwortung von Unternehmen), schaffen Awarness Strukturen und geben Betroffenen eine Plattform.
Einer dieser Betroffenen ist der inzwischen verstorbene jüdische Eintracht-Fan Helmut "Sonny" Sonneberg, dessen Erfahrungen der Filmemacher Ron Ulrich in einer 30-minütigen Dokumentation in seinem Film festgehalten hat.
Aber reicht das? Hat der Fußball tatsächlich eine Chance, gesellschaftspolitische Wirkungen gegen Rassismus und dem Erstarken der AFD zu erzielen? Soll er das überhaupt oder sollte Fußball nicht lieber unpolitisch sein?
Darüber diskutieren wir mit Peter Fischer (Ehrenpräsident der Eintracht Frankfurt) und Shary Reeves (ehemalige FFC Spielerin, Journalistin und Fernsehmoderatorin, bekannt u.a. aus Wissen macht Ah!) sowie Matthias Thoma (Leiter des Eintracht-Archives). In den Film ein führt der Regisseur Ron Ulrich.
_source_ : message received on 23. März 12 Uhr