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Freitag, 22. Mai 2026 - 17:15

HOLOFICTION Kinofilm

Eintritt frei

Holofiction (2025) ist ein Experimentalfilm, der sich mit der visuellen Darstellung des Holocausts anhand einer Montage aus Tausenden von Ausschnitten aus Film und Fernsehen befasst, die zwischen 1938 und heute entstanden sind.

Ausgehend von einem umfangreichen Archiv mit über 3.000 narrativen Werken untersucht der Film kritisch, wie Darstellungen des Holocausts im Kino über Jahrzehnte hinweg kodiert und reproduziert wurden.

Holofiction deckt wiederkehrende visuelle Motive und Erzählmuster auf, die ikonenhaft geworden sind. Inspiriert von Claude Lanzmanns Skepsis gegenüber fiktionaler Darstellung historischer Traumata und insbesondere der Shoa, hinterfragt der Film die Möglichkeit und die Auswirkungen der Darstellung solcher Gräueltaten im Spielfilm.

Durch seinen essayistischen Ansatz regt "Holofiction" das Publikum dazu an, über die Ethik und die Verantwortung des filmischen Erzählens nachzudenken, und fordert ein tieferes Verständnis dafür, wie diese Darstellungen das kollektive Gedächtnis und die historische Wahrnehmung prägen.

Eine Veranstaltung des Forums kritischer Wissenschaften und des ASTAs der Goethe Universität Frankfurt am Main