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Freitag, 9. Oktober 2026 - 18:00

Policing our Lives

Feministische Perspektiven auf Polizei und ihre Alternativen - Vortrag mit anschließender Diskussion

In den vergangenen Jahrzehnten sind patriarchale, sexualisierte und patnerschaftliche Gewalt und Stimmen betroffener Frauen, Lesben und tin* Personen immer sichtbarer und hörbarer geworden. Eine kollektive und emanzipatorische Antwort fehlt jedoch: Im Sinne eines karzeralen Feminismus stehen Forderungen nach hartem Durchgreifen des Staates und lange Gefängnisstrafen im Vordergrund. Gleichzeitig sind Polizei und Knast selbst patriarchale identitätsstiftende Institutionen, die Männerbünde hervorbringen und Sexismus, Misogynie und Queerfeindlichkeit reproduzieren.

Alternativen finden sich in abolitionistischen und gemeinschaftsbasierten Ansätzen, die vor allem durch Schwarze Fraeun und Women und Queers of Color geprägt werden. Trotz ihrer umfangreichen Kritik an allen Zwangssystemen werden abolitionistische Ansätze oft auf die Abschaffung von Polizei und Knast verkürtzt. Polizeiliche Kontroll- und Straflogiken bleiben unangetastet.

Nach einem Input einer Referentin zu feministischen Perspektiven auf Polizei und Strafsystem und möglichen Alternativen, diskutieren wir selbstkritisch eigne Praktiken des Polizierens und blicken auf unseren Umgang mit abweichendem Verhalten, Übergriffen und Gewalt.

_source_ : message received on 26. September 14 Uhr