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Dienstag, 29. Januar 2019 - 20:00

„Fragt uns, wir sind die Letzten!“

Gespräch und Lesung mit Horst Selbiger. Der 90-jährige Berliner ist Ehrenvorsitzender des Vereins "Child Survivors Deutschland - Überlebende Kinder der Shoah"

Horst Selbiger, geboren 1928, hat schon als kleines Kind erleben müssen, was Judenhass bedeutet: In der Schule wurde er beschimpft und ausgegrenzt; sein Vater wurde mit Berufsverbot belegt, die Familie in die Armut getrieben. Er war gerade 15 Jahre alt geworden und als Zwangsarbeiter in der Rüstungsproduktion beschäftigt, als er bei der sogenannten "Fabrikaktion" 1943 in Berlin verhaftet wurde.

Zunächst wurde er in die ehemalige Synagoge Levetzowstraße verschleppt, die seit dem Beginn der Deportationen 1941 immer wieder als Sammellager für Jüdinnen und Juden missbraucht wurde. Hier musste er die so genannte Vermögenserklärung ausfüllen und erhielt die Nummer für den Transport nach Auschwitz: Seine Deportation schien unmittelbar bevorzustehen.

Anlässlich des Jahrestages der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz am 27. Januar erzählt Horst Selbiger aus seinem Leben und liest aus seinen Erinnerungen, die im März 2018 unter dem Titel "Verfemt. Verfolgt. Verraten. Abriss meines Lebens" im Spurbuchverlag erschienen sind. Es moderiert Bettina Leder, die als Kuratorin der Ausstellung "Legalisierter Raub. Der Fiskus und die Ausplünderung der Juden in Hessen 1933-1945" zur Lebensgeschichte der Familie Selbiger geforscht hat.

Eine Veranstaltung der Lagergemeinschaft Auschwitz - Freundeskreis der Auschwitzer und der Stadt Bad Vilbel

Der Eintritt ist frei.

_source_ : http://www.frankfurter-info.org/termine/fragt…

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