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Freitag, 26. Juli 2019 - 18:30

Christine Zunke: Gehirn und Gender

Vortrag an der Goethe-Universität Frankfurt/Main, Campus Riedberg
am Freitag, den 26. Juli 2019, um 18:30 Uhr, im Seminarraum 3 Otto-Stern-Zentrum.

Veranstaltet vom unter_berg, der Riedberger Basisgruppe der Hochschulgewerkschaft unter_bau. Im Rahmen der Vortragsreihe "Wissenschaft in Geschichte und Gesellschaft - Geschlecht und Geschlechtlichkeit."

Frauen sind anders. Das ist in einer patriarchalen Gesellschaft nicht nur ein sexistisches Vorurteil, sondern eine Realität, die durch zahlreiche empirische Untersuchungen belegt ist. Die Differenz weiblicher Psyche, die sich in zahlreichen Verhaltensweisen - in Partnerschaften, in Konfliktsituationen, bei Problemlösungen etc.- zeigt, wird von der modernen Hirnforschung auf ihr neuronales Korrelat zurückgeführt: Das Rätsel Frau wird zum Rätsel des weiblichen Gehirns. Da die Reflexion auf die gesellschaftlichen Bedingungen, unter denen Menschen ihr weibliches oder männliches Ich entwickeln, nicht zum Forschungsgegenstand der Naturwissenschaften gehört, werden die Lösungen dieses Rätsels in der Biologie gesucht - und gefunden. Schon in der Evolution des modernen Menschen sei die 'sexuelle Arbeitsteilung' angelegt, welche das männliche Gehirn zur Entwicklung abstrakter logischer Jagdstrategien tauglich machte und das weibliche mit Sozialkompetenz und Empathie zum Zusammenhalt der Gruppe und für die Kinderaufzucht ausstattete. So reproduziert und verfestigt sich der Sexismus zu einer biologischen Tatsache, die sich dann nicht mehr sinnvoll politisch kritisieren lässt. Anhand von Textausschnitten soll in diesem Workshop der ideologische Gehalt aktueller (natur-)wissenschaftlicher Texte zum Geschlechterverhältnis herausgearbeitet und über mögliche Gegenstrategien diskutiert werden.

_source_ : message received on 8. Juli 13 Uhr

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