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Freitag, 20. September 2019 - 19:00

Schwangerwerdenkönnen

Saalgasse 15, 60311 Frankfurt am Main

In der Frauenbewegung gibt es immer wieder Auseinandersetzungen zwischen "Radikalfeministinnen" und "Queerfeministinnen". Während letztere die traditionelle zweigeschlechtliche Ordnung hinterfragen und Geschlecht als vielfältiges Identitätsmerkmal verstehen, bei dem es weit mehr als die beiden Optionen "männlich und weiblich" gibt, befürchten erstere, dass dadurch speziell weibliche Bedürfnisse und Anliegen relativiert werden. Eine zentrale Rolle bei diesen Auseinandersetzungen spielt das Verhältnis zwischen Körper und Geschlecht. Inwiefern hängt beides zusammen und inwiefern nicht?

Die Journalistin und Politikwissenschaftlerin Antje Schrupp diskutiert mit uns an diesem Abend über Feminismus und die Frage des Schwangerwerdenkönnens. Antje Schrupp geht davon aus, dass der Kern der biologischen Geschlechterdifferenz traditionell das Schwangerwerdenkönnen ist. Sie hält es für gleichermaßen problematisch, dies als biologisches Faktum zum wesentlichen Kern des Frauseins zu erklären (wie es manche "Radikalfeministinnen" tun), als auch die körperliche Differenz zwischen Menschen bezüglich der Reproduktion - also dass die einen schwanger werden können, die anderen aber nicht - für vollkommen unbedeutend zu erklären (wie es manche "Queerfeminis- tinnen" tun). Im Gegenteil ist sie der Ansicht, dass gerade die nüchterne Auseinandersetzung mit der reproduktiven Differenz als "politikbedürftiger Körpertatsache" (Ina Praetorius) dabei hilft, heutige Geschechterdiskurse zu verstehen und in Richtung des guten Lebens für alle weiter zu entwickeln.

Kosten: 5 €, erm. 3 €
Anmeldung: bis 16.9.

_source_ : https://de-de.facebook.com/events/33915644342

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