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Mittwoch, 16. Oktober 2019 - 20:00

Ja heißt Ja? Feministische Debatten um einvernehmlichen Sex

Buchvorstellung mit Rona Torenz

Weil es nicht immer allen möglich ist, "Nein" zu sagen, ist aus der feministischen Losung "Nein heißt Nein" die Forderung nach "Ja heißt Ja" entstanden. Demnach sei die ausdrückliche Zustimmung aller Beteiligten notwendig, damit Sex als einvernehmlich gelten kann. So wird die Verantwortung für sexuelle Gewalt verlagert: weg von jenen, die nicht (klar genug) "Nein" sagen, hin zu jenen, die nicht das nötige "Ja" bekommen. Aus der Perspektive sexueller Selbstbestimmung erscheint das zunächst plausibel.
Die Autorin sieht das Konzept dennoch kritisch. Ihre wesentliche These: Die Fokussierung auf ausdrückliches Einverständnis als Hebel zur Verhinderung sexualisierter Gewalt unterschätzt die Verinnerlichung sexueller Machtverhältnisse. "Ja heißt Ja" kann somit heteronormative Strukturen stabilisieren und wenig zu einer Veränderung hegemonialer Sexualkultur beitragen. Was heißt das für unseren Kampf gegen sexuelle Gewalt?
Diese Fragen und mehr diskutiert Rona Torenz im Gespräch mit Alek Ommert. Die Veranstaltung findet in Kooperation mit der Fransenbar statt. Open for all gender - Sekt mit Himbeeren wie immer.

Café ExZess, Leipziger Straße 91, Frankfurt/Main
Veranstalter*innen: Fransenbar, P.A.C.K. & Schmetterling Verlag

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