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Dienstag, 21. April 2020 - 18:30

Faschismus und Kapitalismus

"Wer aber vom Kapitalismus nicht reden will, sollte auch vom Faschismus schweigen." (Max Horkheimer 1939)

Gegenwärtig kann nicht die Rede davon sein, dass zum grassierenden Faschismus geschwiegen würde. Allerdings muss ebenfalls festgestellt werden, dass die von Horkheimer 1939 eingeforderte Erklärung des Faschismus aus dem Zusammenhang mit kapitalistischen Produktionsverhältnissen dabei eigentümlich unterbelichtet bleibt.

Entgegen den bürgerlichen und linksliberalen Erklärungsversuchen dieses Phänomens aus Psychologisierungen aller Art wie Zivilisationsmüdigkeit, genetischer Disposition zu Fremdenfeindlichkeit, Sehnsucht nach charismatischer Führerschaft oder moralischer Bigotterie werden wir in diesem Vortrag ergründen, was es bedeutet, nach der Verbindung zwischen Kapitalismus und Faschismus zu fragen - nach der uns Horkheimer gemahnte.
Vor diesem Hintergrund kann auch von einem Versagen demokratischer Institutionen nur schwerlich gesprochen werden, da diese nicht ohne Bezug auf ihre Funktion in der Entwicklung des Kapitalismus begriffen werden können. Daher muss jeder Antifaschismus, der sich im Angesicht des Feindes allein auf den Schutz bürgerlicher Institutionen beruft, abstrakt und damit falsch bleiben.

Stattdessen wollen wir auf die Theorien von Marx über Gramsci bis Adorno zurückgreifen, deren Gehalt aus der Erfahrung von Konterrevolution, Faschismus und Nationalsozialismus einerseits und andererseits der Analyse der unterschiedlichen Facetten kapitalistischer Produktionsverhältnisse ihre Präzision gewinnen.

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_source_ : message received on 19. Februar 14 Uhr