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Mittwoch, 17. Juni 2020 - 18:15

Objekte in der Geschichte des Holocaust

Gastgeber: Fritz Bauer Institut


Vortrag von Dr. Anne Sudrow


Materielle Dinge, die das Leben und den Alltag von Opfern und Tätern in den Konzentrationslagern erklären helfen und abbilden, spielen heute für die Darstellung des Holocaust in Ausstellungen und Gedenkstätten eine zentrale Rolle. Doch welche Funktionen kann eine »Geschichte der Dinge« für die historische Forschung über den Nationalsozialismus erfüllen? Kann ein solcher methodischer Ansatz auch über die Verfolgung politischer Gegner des NS-Regimes, die Arbeit in den Konzentrationslagern oder über die Ermordung von aus rassischen, religiösen und sonstigen Gründen Verfolgten neue Erkenntnisse erbringen? Dieser Frage geht der Vortrag anhand von Beispielen aus unterschiedlichen Objektbereichen nach.

Dr. Anne Sudrow ist Historikerin und im Sommersemester 2020 Inhaberin der Michael Hauck Gastprofessur für interdisziplinäre Holocaustforschung am Fritz Bauer Institut. 2010 erschien ihre Dissertation mit dem Titel "Der Schuh im Nationalsozialismus: eine Produktgeschichte im deutsch-britisch-amerikanischen Vergleich".

Abbildung: Die den Bewohnern aus dem Ghetto Łódź abgenommenen Kleidungsstücke und verbliebenen Vermögenswerte wurden in einem eigenen Lager in Pabianice sortiert und durch die Ghettoverwaltung verwertet. Die Opfer wurden im Vernichtungslager Chełmno durch Autoabgase ermordet (Ca. Ende 1941/Anfang 1942). Foto: Jüdisches Museum Frankfurt, Sign. Lodz-A384, Fotograf: unbekannt

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