Dienstag, 12. Juli 2022 - 19:00
Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe
Buchvorstellung & Gespräch mit Nikolas Lelle
Die Deutschen und ihre Arbeit. Eine lange Geschichte eines überhöhenden Selbstbildes. Eine lange Geschichte des Antisemitismus, die der Nationalsozialismus noch einmal radikalisierte. Deutsch soll eine Arbeit sein, die der Volksgemeinschaft dient. Unter Verweis auf »deutsche Arbeit« begründete der Nationalsozialismus nicht nur sein antisemitisches Selbstbild, sondern auch Praktiken der Verfolgung und Vernichtung. »Arbeit, Dienst und Führung« rekonstruiert diese Geschichte und analysiert dieses Selbstbild. Dabei wird der Blick auch ins »Innere« der deutschen Volksgemeinschaft geworfen. Denn hier hat der
Nationalsozialismus Formen von Menschenführung entwickelt, die in Managementkonzepten der deutschen Nachkriegsgeschichte fortlebten.
Nikolas Lelle stellt an diesem Abend sein Buch "Arbeit, Dienst und Führung. Der Nationalsozialismus und sein Erbe" vor, das im Juni 2022 im Verbrecher Verlag erschienen ist. Nikolas Lelle arbeitet seit 2020 bei der Amadeu Antonio Stiftung als Projektleiter der
Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus. Zuvor promovierte er - nach einem Studium der Philosophie und Soziologie in Frankfurt am Main und Mainz - an der Humboldt Universität zu Berlin in der Sozialphilosophie. Während seines Studiums in Frankfurt war er auch bei der "Initiative Studierende am IG Farben Campus" aktiv. 2018 gab er zusammen mit Felix Axster den Band "'Deutsche Arbeit'. Kritische Perspektiven auf ein ideologisches Selbstbild" heraus.
Mit anschließendem Barabend im Random White House!
_source_ : message received on 30. Juni 17 Uhr