Themen : AntiFa, AntiRa
kommentieren (0)Mitfahrzentrale SendeniCalTeilen

Sonntag, 19. Februar 2023 - 13:00

3 Jahre Hanau - Gedenken heißt kämpfen!

Vorabenddemo: 18.02.23 | 17:30 Uhr | Rathenauplatz
Kundgebung: 19.02.23 | 13:00 Uhr | Friedensbrücke + gemeinsame Anreise nach Hanau

Seit dem rassistischen Anschlag vom 19. Februar in Hanau sind 3 Jahre vergangen. Das bedeutet 3 Jahre voller Trauer und Wut, Protest und Widerstand. Seitdem haben wir weder Aufklärung noch Konsequenzen gesehen. Ganz im Gegenteil: die Familien werden weiterhin vom Vater des Mörders terrorisiert und in Kesselstadt bedroht er immer wieder Schüler*innen. Ob Polizei und Staat die Vorfälle ernstnehmen und was dagegen tun? Nein, das haben spätestens die NSU-Morde bewiesen. Die Polizei ist keine Instanz, auf die wir vertrauen können. Sie ist selbst vom Faschismus durchzogen und täglich üben deutsche Polizist*innen rassistische Gewalt aus. Das endet auch immer wieder tödlich: wie im August 2022 als die Polizei den 16-Jährigen Mouhamed Lamine Dramé mit vier Schüssen aus einer Maschinenpistole ermordete - und Mouhamed ist nur ein Mensch unter vielen.

Aber auch die deutsche Öffentlichkeit hat nichts gelernt. Vor Hanau wurde so lange gegen Shisha-Bars gehetzt, bis ein Rassist sie als Ziel für seinen Anschlag auswählte. Heute erleben wir die rassistische Hetze nach Silvester und fragen uns, wann diesen Worten wieder Taten folgen werden. Doch wir wollen nicht auf den nächsten Anschlag warten, sondern damit anfangen, uns gemeinsam dem strukturellen und institutionellen Rassismus entgegen zu stellen.

Denn 3 Jahre Hanau bedeuten 3 Jahre Kampf für die Ermordeten und Angehörigen des Anschlages. Sie bedeuten Kampf für alle Opfer von faschistischer und polizeilicher Gewalt. Wir wissen: von der Politik und den Behörden selbst kriegen wir keine Antworten und keine Unterstützung. Wir müssen uns selbst organisieren!

Wir müssen erkennen, dass es in diesem kapitalistischen System keine Gerechtigkeit geben wird. Denn es ist ein System, das auf Rassismus gebaut ist. Es gibt keinen Kapitalismus ohne Rassismus. Um Rassismus also konsequent zu bekämpfen und eines Tages überwinden zu können, müssen wir auch das System umwerfen, das ihm den Nährboden bietet; dessen Strukturen ihn produzieren und reproduzieren. Darum gilt es für uns, dieses System ins Wanken zu bringen - 3 Jahre nach dem Anschlag, jeden Tag.

_source_ : message received on 23. Januar 16 Uhr